Für die Region – Wie der Kunstverein “Talstrasse“ e.V. sich engagiert

„Mit ein paar Enthusiasten fing alles an“, beschreibt Matthias Rataiczyk bei einem Kaffee im Innenhof des Kunstmuseums Moritzburg die Anfänge des Hallenser Kunstvereins “Talstrasse“ e.V. vor über 25 Jahren. In der eigenen Kunsthalle umreißt er bei einem Rundgang durch die Räume die Vereinsziele. Er öffnet den Blick auf eine spannende Verknüpfung der Region um Halle(Saale) mit der internationalen Kunst der klassischen Moderne.

Matthias Rataiczyk, Vorsitzender des Kunstvereins “Talstrasse“ e.V.
Matthias Rataiczyk, Vorsitzender des Kunstvereins “Talstrasse“ e.V.

Matthias Rataiczyk ist Vorsitzender des Kunstvereins “Talstrasse“ e.V. dessen Domizil sich in der Nähe der Burg Giebichenstein (heute Kunsthochschule) an einer Seitenstraße mit Blick über das Saaletal schmiegt. Seit der Gründung Anfang der Neunzigerjahre ist der Verein von einer Künstlerinitiative zu einem der größten Kunstvereine Mitteldeutschlands gewachsen. „Mit stetigen Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst, aber durchaus auch Klassischen Moderne haben wir uns in der Region etabliert“, schält er die Entwicklung von einem spontan agierenden Verein der frühen Neunzigerjahre zu einer Kunstinstitution mit überregionaler Strahlkraft heraus. Zur Arbeit gehören die Spurensuche ebenso wie die Einblicke in das künstlerische Schaffen vieler in der Saaleregion ansässiger Künstler, aber auch Kooperationen mit anderen Institutionen, so dem Kunstmuseum Moritzburg. Dort findet seit dem 9. Oktober 2016 bis zum 29. Januar 2017 die vom Kunstverein “Talstrasse“ organisierte Ausstellung „Gewebte Träume – Der Bildteppich in Mitteldeutschland. Reflexionen auf Jean Lurçat“ statt.

„Bei unserem Wirken geht es uns durchaus immer wieder auch um die großen künstlerischen Einflüsse und Innovationen“, erklärt Matthias Rataiczyk. Den Spuren nachzugehen, den die Avantgarden der Klassischen Moderne auch im regionalen künstlerischen Schaffen hinterlassen haben, zu schauen wo Verästelungen ineinandergreifen, interessiert die Macher. Diese Verzahnungen mit der Internationalen Moderne zu zeigen diese publizistisch mit Fachleuten und Partnern aufzuarbeiten, stehe im größten Interesse des Vereins und dient dem selbst auferlegten Bildungsauftrag, sagt er und fasst das Vereinsansinnen im Hinblick auf die Schau „Gewebte Träume“ mit einer Frage zusammen: „Wie übten international renommierte Künstler Einfluss auf die in Mitteldeutschland tätigen Kollegen aus und wie wurde dieser Einfluss von ihnen weiter entwickelt?

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