Raubkunstforschung – Wie Grafiken von Ernst Ludwig Kirchner in die Staatsgalerie Stuttgart kamen

Sandra-Kristin Diefenthaler untersucht das Blatt »Drei Akte im Tannendickicht«, 1926, Kohle und Aquarell auf gelblichem, dünnen Karton, 46,2 x 34,8 cm, Staatsgalerie Stuttgart. (Bildquelle: Staatsgalerie Stuttgart, Presse, 2016)

Unter wirtschaftlichem und politischem Druck mussten Europäer jüdischen Glaubens in der Nazizeit ihre Kulturgegenstände unter Wert verkaufen. Nutznießer waren damals die Kunsthändler, Privatsammler und und auch so manches Museum. Oftmals war es so, dass die Besitzer von alten Möbeln, Skulpturen, Geschirr und Gemälden sich direkt an die Museen wandten. Noch heute werden die Bestände in …

Flohmarktfund – Verschollen geglaubter Dürer-Stich wiederentdeckt

Albrecht Dürer, Maria, von einem Engel gekrönt, 1520, Kupferstich, Blatt: 13,3 x 10,3 cm, Staatsgalerie Stuttgart

Die Wirren des Zweiten Weltkrieges reichen bis in die heutige Zeit hinein. Wie die Staatsgalerie Stuttgart Ende Juli 2016 mitteilte, gelangte ein als Kriegsverlust verschollen geglaubtes Werk von Albrecht Dürer wieder an seinen alten Ausstellungsort zurück. Vermutlich kam es während des Krieges in Privatbesitz und tauchte nun als Flohmarktfundstück wieder auf. Man muss bei Gemälden und …