Digital erschlossene Sammlungen – Staatsgalerie Stuttgart stöbert 500 vermisste Kunstwerke auf

Daniel Thalheim In Zeiten, wo der Digitalisierungsschub in Deutschland noch auf sich warten lässt, Reform- und Investitionsstau Bildung, Teilhabe, Inklusion verhindern, winkt die Staatsgalerie Stuttgart mit einem Fähnchen. Knapp achtzig Jahre nachdem die baden-württembergische Kunstinstitution ihre Inventarbücher verlor, kann sie wieder eine Gesamtbestandsaufnahme vorzeigen. Das bedeutet, dass WissenschaftlerInnen schneller in den Beständen der Kunstsammlungen stöbern …

Aufschlussreiche Rückansichten – Wie im MdBK Provenienzforschung betrieben wird

Kunsthistorikerin Birgit Brunk (vorn) und Restauratorin Antje Hake (im Hintergrund) begutachten ein Gemälde des „Milljöh“-Zeichners Wilhelm Busch. (Foto: ARTEFAKTE 2016)

Der Zeitraum 1933 bis 1945 hält noch heute Forscher auf Trab, auch in Leipzig. Damals erwarb das Museum Skulpturen, Gemälde und Grafiken aus Privatbesitz. Einige dieser Stücke wurden unter Zwang von ihren ehemaligen Besitzern verkauft oder von den Nationalsozialisten zwangsenteignet. Kunsthistorikerin Birgit Brunk geht der Geschichte dieser Kunstwerke nach und entdeckt so manche neue Spur. …

Flohmarktfund – Verschollen geglaubter Dürer-Stich wiederentdeckt

Albrecht Dürer, Maria, von einem Engel gekrönt, 1520, Kupferstich, Blatt: 13,3 x 10,3 cm, Staatsgalerie Stuttgart

Die Wirren des Zweiten Weltkrieges reichen bis in die heutige Zeit hinein. Wie die Staatsgalerie Stuttgart Ende Juli 2016 mitteilte, gelangte ein als Kriegsverlust verschollen geglaubtes Werk von Albrecht Dürer wieder an seinen alten Ausstellungsort zurück. Vermutlich kam es während des Krieges in Privatbesitz und tauchte nun als Flohmarktfundstück wieder auf. Man muss bei Gemälden und …